WhatsApp-Update 2022: News für Nutzer und Unternehmen

Hier informieren wir Sie über die wichtigsten Updates für WhatsApp und WhatsApp Business. Bleiben Sie immer auf dem Laufenden über neue Funktionen, Datenschutzbestimmungen und kommerzielle Einsatzmöglichkeiten.

Dieser Post wird fortlaufend aktualisiert.

  1. WhatsApp-Update: Neue Funktionen für Nutzer
  2. WhatsApp-Business-Updates: Neue Funktionen für Unternehmen
  3. WhatsApp-News zum Datenschutz
  4. WhatsApps aktuelle Nutzerzahlen

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WhatsApp-Update: Neue Funktionen für Nutzer

Kommt bald: Neue Funktionen für Gruppen-Chats

  • WhatsApp Communities. Das wohl spannendste Update 2022 ist die Einführung der Community-Funktion. Kann man innerhalb einer Gruppe bisher nur maximal 256 Teilnehmer gleichzeitig erreichen, können bald miteinander verwandte Gruppen zu einer Großgruppe, also Community, zusammengefasst und vom Administrator gleichzeitig angeschrieben werden.
  • Emoji-Reaktionen auf Nachrichten. Wie auch bei privaten Chats, soll es bald auch in Gruppenchats möglich sein, Nachrichten von anderen mit einem kurzen Emoji-Feedback zu markieren.
  • Löschung durch Admin. Gruppenadministratoren dürfen unpassende oder problematische Nachrichten in Gruppenchats löschen.
  • Teilen von Dateien. Dateien mit einer Größe von bis zu 2 GB dürfen im Gruppenchat geteilt werden.
  • Größere Gruppen bei Sprachanrufen. Statt 8 dürfen nun bis zu 32 Teilnehmer an einem Gruppen-Sprachanruf teilnehmen.

April 2022: Wichtige Neuerungen für Sprachnachrichten

Wer bei Sprachnachrichten schon mal ins Stocken kommt, kann die Aufnahme jetzt beliebig pausieren und fortsetzen. Dazu wird der Record-Button gehalten und nach oben geschoben. Zudem kann die Nachricht mit der neuen Aufnahmekontrolle vor dem Absenden angehört werden. Neben diesen zwei wichtigen Updates, können Sprachnachrichten jetzt auch außerhalb des Chats abgehört werden, um während dessen andere Nachrichten zu lesen, und der Klang der Sprachnachricht wird visuell dargestellt, um den Verlauf der Nachricht auf einen Blick nachzuvollziehen.

Frühere WhatsApp-Updates für Nutzer:

März 2022: Emoji-Reaktionen auf Nachrichten

Statt auf jede Nachricht mit einer Nachricht zu antworten, können Sie bald auch „WhatsApp Reactions“ verwenden. Wie bereits bei Instagram, können Sie empfangene Nachrichten dann direkt mit Smileys, Daumen oder Herzen markieren.

Dezember 2021: Selbstlöschende Nachrichten für alle Chats

Bisher mussten Sie selbstlöschende Nachrichten für jeden Chat einzeln aktivieren werden, nun gilt die Einstellung - einmal aktiviert - für alle neuen Chats, auch Gruppenchats. Zudem können Sie für den Löschungs-Timer zwei neue Zeitspannen auswählen: neben einer Woche jetzt auch ein Tag (24h) und drei Monate (90 Tage). Ihre Chatpartner werden bei Aktivierung darauf hingewiesen, dass der Timer als Standard eingestellt ist, damit die Einstellung nicht als Zeichen von Misstrauen gedeutet wird.

November 2021: Sticker-Vorschläge beim Tippen

Bisher musste man für einen passenden Sticker durch seine Sticker-Bibliotheken wühlen. Nun übernimmt WhatsApp das netterweise. Tippen Sie dazu einfach ein Emoji oder Worte wie „omg“ oder „kuss“ ins Eingabefeld. Über die Web-Version von WhatsApp können Sie jetzt auch eigene Bilder und Fotos in Sticker umwandeln. Hier geht’s zur Anleitung.

Screenshot des Sticker-Updates von WhatsApp
Quelle: whatsapp/twitter

November 2021: Bildbearbeitung vor dem Senden in WhatsApp Web

Im Fotoeditor haben Sie nach dem Update die Möglichkeit, Bilder zuzuschneiden und zu drehen. Außerdem können Sie diesen Text und Sticker hinzufügen.

November 2021: Verbesserte Link-Vorschau

Die Vorschau von verlinkten Artikeln, Videos oder Tweets wird jetzt deutlich größer angezeigt.

September 2021: Drop-In für Audio- und Video-Gruppen-Calls

Ähnlich wie in Online-Meeting-Tools wie Zoom, können Sie nun auch WhatsApp-Gruppenchats beliebig beitreten und verlassen. Zuvor war es nicht möglich in einen bereits gestarteten Gruppenchat einzusteigen. Außerdem können Sie nun acht Teilnehmer statt nur vier zu Gruppen-Calls einladen.

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WhatsApp-Business-Update: Neue Funktionen für Unternehmen

Screenshots von WhatsApps neuer Funktion „Business Directory“
Quelle: whatsapp

Kommt bald: WhatsApp Communities

Um WhatsApp für weitere Anwendungsfälle, zum Beispiel in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen, zu öffnen, lassen sich zusammenhängende Untergruppen bald zu einer Obergruppe (“Community”) zusammenfassen.

Administratoren der Community können Nachrichten so gleichzeitig an mehrere Gruppen senden. Die Mitglieder der Community, also Teilnehmer einer der zugehörigen Untergruppen, können aber keine Sammelmeldungen an die Obergruppe schicken. Im Gegensatz zur normalen WhatsApp-Gruppe mit maximal 256 Teilnehmern sind Telefonnummern aus Privatsphäre-Gründen in der Community nicht sichtbar.

Nach Unternehmen in der Nähe suchen

Nutzer können durch die neue Funktion „Business Directory“ Unternehmen in der unmittelbaren Umgebung finden, beispielsweise Restaurants, Werkstätten oder Schlüsseldienste. Business Directory ist als Pilotprojekt in Brasilien bereits gestartet.

Februar 2022: Neues Preismodell für WhatsApp Business

Unternehmen zahlen jetzt nicht mehr pro Nachrichtenvorlage, sondern pro 24h-Unterhaltung. In Deutschland liegt der Preis pro Unterhaltung bei ca. 11 Cent für vom Unternehmen initiierte Unterhaltungen und bei ca. 7 Cent für vom Benutzer initiierte Unterhaltungen. WhatsApp belohnt somit Unternehmen, die ihren Kunden schnell Antworten. Mehr Details zum neuen Preismodell finden Sie in unserem Kostenüberblick.

Mehr WhatsApp-Business-Updates für Unternehmen

September 2021: WhatsApp-Button im Instagram-Profil integrieren

Sie können Ihr WhatsApp-Business-Konto jetzt mit Ihrem Instagram-Profil verknüpfen, um auch dort die Funktion Click-to-WhatsApp zu nutzen. So können Nutzer der sozialen Plattform über einen Button direkt ein WhatsApp-Gespräch mit Ihnen starten (oder fortsetzen).

September 2021: Mit einem Klick zum Lieblings-Messenger wechseln

Bisher mussten Unternehmen sich auf einen Messenger als Ziel für ihre Click-to-Chat-Anzeigen festlegen, auf den Facebook Messenger, WhatsApp oder Instagram Direct. Die neue Click-to-Messenger-Funktion ermöglicht es, gleich alle Messenger-Plattformen anzugeben, auf denen Sie vertreten sind. Facebook wählt automatisch den für die Nutzer relevantesten Messenger aus.

Screenshots zeigen, wie Click-to-Messenger funktioniert
Quelle: Facebook

Juli 2021: WhatsApp Business App mit 5 Geräten nutzen (Beta)

Bisher konnten Unternehmen nur mit einem Gerät pro Account arbeiten. Jetzt können Sie ein Smartphone und 4 weitere Geräte zu ihrem Business-Account hinzufügen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie im Userlike-Post „WhatsApp mit mehreren Mitarbeitern nutzen“.

Juni 2021: WhatsApp-Newsletter werden neu aufgelegt

Die klassische Newsletter-Funktion hat WhatsApp 2019 eingestellt, um Nutzer vor Spam zu schützen. Seither waren nur noch transaktionsbezogene Nachrichten (Transactional Messages) erlaubt, etwa Bestellbestätigungen. Jetzt können Sie wieder werbliche Nachrichten (Non-transactional Messages) senden, allerdings nur unter Einhaltung einiger Bedingungen. Regeln und Beispiele zum WhatsApp Newsletter finden Sie hier.

Werbliche Nachrichten müssen als Nachrichtenvorlage angelegt und – wie alle Vorlagen – von WhatsApp genehmigt werden. Platzhalter in der Vorlage können beliebig an die Zielgruppe angepasst werden. Mehr zum Thema WhatsApp-Marketing finden Sie im Userlike-Post „Messenger Marketing: Diese Strategien wirken 2022“.

Screenshot einer nicht-transaktionsbezogenen Nachricht (Promotional Message)
whatsapp/ tyntec.com

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WhatsApp-News zum Datenschutz

Anfang 2021 sah sich WhatsApp plötzlich einem großen Sturm der Entrüstung ausgesetzt. Grund dafür waren die neuen AGB, hinter denen einige Nutzer den Plan vermuteten, Daten für personalisierte Werbung mit Facebook zu teilen - einige unklar formulierte Passagen ließen diese Interpretation zu. Fakt ist allerdings, dass WhatsApp auch nach der Zustimmung zu den AGB per DSGVO keine Meta-Daten von EU-Bürgern für Werbezwecke von Facebook teilen darf.

Wieso ist WhatsApp die Zustimmung zu den neuen Nutzungsbedingungen dann trotzdem so wichtig?

In Zukunft sollen sich Kunden einfach per WhatsApp mit ihren Lieblingsmarken austauschen bzw. Status-Updates zu Lieferungen und Flügen erhalten können. Die neuen AGB legen den Grundstein für diese Art der B2C-Kommunikation . Nutzer werden hier darüber aufgeklärt, dass WhatsApp seine Business-Tools, beispielsweise Nutzungsstatistiken, über den Facebook-Business-Account des Unternehmens bereitstellt. Dadurch erspart sich Mutterkonzern Meta eine zusätzliche Infrastruktur und bietet Unternehmen eine einheitliche Anwendungsoberfläche für verschiedene Meta-Angebote.

WhatsApp verweist in den Datenschutzrichtlinien auch darauf, dass Firmen theoretisch die Möglichkeit hätten, Chatnachrichten für Marketingzwecke auszuwerten, z.B. für die Qualitätssicherung des Kundenservice oder personalisierte Werbung. In diesem Fall greifen die Datenschutz-Praktiken des jeweiligen Unternehmens. WhatsApp weist auch darauf hin, dass Unternehmen, die WhatsApp als Service- oder Marketingkanal nutzen, sich generell dazu verpflichteten, im Einklang mit dem geltenden Recht (wie der DSGVO) zu handeln.

Ausführliche Informationen zum Thema WhatsApp und Datenschutz lesen Sie in unserem Post „WhatsApp Business: Was sagt die DSGVO?“

WhatsApp-Datenschutz-Updates in der Übersicht

November 2021: WhatsApp präzisiert Datenschutzangaben

Nach der von der irischen DPC (Data Protection Commission) im September verhängten Millionenstrafe hat WhatsApp seine Erläuterungen zur Sammlung, Speicherung und Löschung von Daten in ihren AGB präzisiert. WhatsApp betont, dass sich an seinen Unternehmenspraktiken dadurch nichts geändert habe und weist darauf hin, dass auch zuvor kein Verstoß gegen die DSGVO vorgelegen habe.

September 2021: WhatsApp soll hohe Strafe zahlen

Die irische Aufsichtsbehörde Data Protection Commission (DPC) verhängt ein Bußgeld in Höhe von 225 Millionen Euro. Der Vorwurf: Nutzer würden in der neuen AGB-Fassung nur unzureichend über die Verwendung ihrer Daten informiert. WhatsApp wehrt sich gegen die Strafe, die unverhältnismäßig hoch sei; der Rechtsstreit kann Jahre dauern.

Mai 2021: WhatsApp verlängert die Deadline für die AGB-Zustimmung

WhatsApp reagiert auf den anhaltenden Unwillen vieler Nutzer, den neuen AGB zuzustimmen. Diese müssen die neuen Datenschutzbestimmungen auch nach dem 15. Mai nicht akzeptieren. Angaben dazu, dass WhatsApp bei Nicht-Zustimmung die Funktionalität der App immer weiter einschränkt, wurden aus den WhatsApp-FAQ gelöscht. Allerdings werden sie regelmäßig an die fehlende Zustimmung erinnert.

Mai 2021: WhatsApp reagiert auf die Vorwürfe von Caspar

Die Anordnung der Hamburger Datenschutzbehörde bleibt wirkungslos, da sie WhatsApp zufolge auf einem Missverständnis basiere. WhatsApps Unternehmenssprecher sagt: „Da die Behauptungen der Hamburger Datenschutzbehörde falsch sind, wird die Anordnung die Einführung des Updates nicht beeinflussen.” WhatsApp gebe demnach in der EU keine Daten zu Werbezwecken an Facebook weiter.

April 2021: Caspar eröffnet Dringlichkeitsverfahren

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, eröffnet ein Dringlichkeitsverfahren gegen WhatsApp, da er den Verdacht habe, dass die neuen Nutzungsbedingungen WhatsApp freie Hand geben könnten, Metadaten uneingeschränkt mit Facebook zu teilen. Er befürchte, dass Facebook damit detaillierte Nutzerprofile, beispielsweise für personalisierte Werbung, erstellen könnte. Er fordere deshalb, die Datenweitergabe zwischen WhatsApp und Facebook in den AGB eindeutig zu reglementieren.

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WhatsApp: Aktuelle Nutzerzahlen

Die WhatsApp-Nutzerzahlen in Deutschland liegen aktuell bei ca. 50 Millionen Nutzern, das sind etwa 80 Prozent der über 14-jährigen in Deutschland (2021/ARD-ZDF-Onlinestudien). Durch die Diskussion zu den neuen AGB Anfang 2021 ist es möglich, dass der aktuelle Wert etwas darunter liegt. Immer noch gilt aber: WhatsApp ist der beliebteste Messenger weltweit und auch in Deutschland.

Die ARD-ZDF-Studie zeigt, dass die nächst-stärkste WhatsApp Alternative Telegram von weniger als 10 Millionen Bürgern genutzt wird. Da Telegram in den letzten Jahren häufig in der Kritik stand, ist es unwahrscheinlich, dass der russische Messenger ein ernstzunehmender Konkurrent wird.

Durch die hohe Verbreitung von WhatsApp wird der Messenger auch verstärkt von Unternehmen für Kundenservice, Vertrieb oder Beratung eingesetzt. Mit Userlike erhalten Sie Zugriff zur WhatsApp API und profitieren von unserer Omnichannel-Plattform für professionelle Kundenkommunikation.

Alle Chat-Anfragen, egal ob sie über den Website-Chat, WhatsApp, Telegram, Facebook Messenger oder SMS eingehen, können Sie mit Ihrem Team bequem über das Userlike Message Center bearbeiten. Den API-Zugang können Sie hier direkt beantragen. Bei Fragen hilft Ihnen unser freundliches Service-Team per Live-Chat oder WhatsApp gerne weiter.